Küsten-Design - Kreutzstich
  
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Fäden vernähen heute

Schneller und sparsamer als wir es einmal in der Schule gelernt haben. Nix mehr mit „den ersten Faden zwischenparken“. Alles ist von Anfang an sauber und muss nicht hinterher nachgearbeitet werden. Dieses Nacharbeiten ist schuld daran, dass ich erst sehr spät an die Stickerei kam, der Graus vor dem Fäden vernähen war's.


Der Anfang

Abbildung 1 Diese Technik ist nur bei Sticktwist 2 / 4-fädig möglich. Nimm von dem 6-fädigen Sticktwist einen Faden, lege ihn doppelt, so dass eine Schlaufe entsteht. Das offene Ende fädele in das Nadelöhr. Nun wie gewohnt den ersten Stich beginnen / auf der Rückseite befinden sich jetzt sowohl die Schlaufe als auch die Nadel mit dem Faden.

Ziehe nun die Nadel mit dem Faden durch die Schlaufe und schon ist der Anfangsfaden sauber befestigt.

Ein so befestigter Anfangsfaden hinterlässt auf der Rückseite kaum sichtbare Spuren.


Ebenseer

Abbildung 2 Bei dieser Stickart müssen alle Fäden unbedingt senkrecht verlaufen. Wenn man da mit der Schlaufe wie oben vorgegeben arbeitet, bleibt ein ganz kleiner Schrägstich. Um den zu vermeiden beginnt man wie folgt:

Den Faden wie beschrieben doppelt nehmen, dann aber von vorne einen geraden Stich setzen und auf der Vorderseite die Nadel durch die Schlaufe ziehen. Danach wie gewohnt den halben Kreuzstich sticken (Bild 2).

Wenn der zweite Stich gesetzt ist, sieht man von der Schlaufe vorne nichts mehr und die Rückseite ist super, eben Ebenseer.

Das Fadenende

Abbildung 3 Diese Technik ist theoretisch bei allen Stick- und Garnarten möglich, ich kann nur dazu raten, es auszuprobieren. Hier erstmal die Handhabung:

Ist der Faden zu Ende, befindet sich die Nadel mit dem Restfaden auf der Rückseite. Stich die Nadel im ersten Stickstich nach vorn, fahre mit der Nadel unter der ersten Schräge lang (Bild 3). Stich nun mit der Nadel nach hinten. Wenn du Zweifel hast, ob dieser Faden auch hält, wiederhole das Ganze am nächsten Kreuzchen. Auf der Rückseite nun noch ein/zweimal um den nächsten Längsfaden und der Faden ist fest.

Achtung: Es ist sehr schwierig einen so vernähten Faden wieder aufzutrennen (fröscheln).
Gewöhne dir deshalb eine „Vernähroutine“ an, also möglichst immer nach dem gleichen Schema vernähen. Auch leicht unterschiedliche Farben kannst du so vernähen (aber nicht mit einem schwarzen Faden unter weißen Kreuzen her ziehen).

Ob diese Technik auch bei Perlgarnarbeiten anzuraten ist? Probier es aus, du musst es ansehen und wenn es dir nicht gefällt, dann mach es lieber nach alter Schulart.
 © 2004-2008 Heiko Lubert Freitag, 24. November 2017